Der Artikel erklärt den Farbdialog in Stylo, der in vier Bereiche unterteilt ist: Palette, CMYK/RGB, HTML-Notation und Verläufe. In der Palette sehen Sie die verfügbaren Farben, die entweder vom System oder von Stylo bereitgestellt werden. Sie können auch eigene Farben speichern und bearbeiten. Der Farbton und die Transparenz (auch Alpha-Wert genannt) beeinflussen, wie stark oder sichtbar Farben angezeigt werden. Bei den Verläufen können sanfte Übergänge zwischen Farben erstellt werden, allerdings ohne Anpassungen am Farbton oder der Transparenz.
Der Farbdialog ist für die meisten Anwendungsfälle in Stylo gleich. Über den Titel lassen sich Details ermitteln, beispielsweise ob es sich um die Vorder- oder Hintergrundfarbe handelt. Bei einer Einfach-Selektion wird auch das selektierte Objekt angezeigt.
Nachfolgend bekommen Sie einen Eindruck, wie der Dialog bedient wird:
Der Dialog besteht üblicherweise aus vier Abschnitten:
- Palette
- CMYK/RGB
- HTML-Notation
- Verläufe
Welche Abschnitte in dem Dialog zu sehen ist, wird durch den Stylo-Partner (Anzeigen- oder Produktionssystem) bestimmt, durch die Angabe der Farbigkeit in dem Dokument oder wiederum durch den Partner. Die Abschnitte können zusätzlich durch Rechtevergabe eingeschränkt werden.
Palette
In der Palette werden Ihnen die zur Verfügung stehenden Farben angezeigt. Diese Farben können
- vom Produktionssystem vorgegeben werden,
- aus dem Anzeigensystem in Abhängigkeit vom Auftrag oder
- vom Anzeigensystem in Abhängigkeit vom Kunden
vorgegeben werden. Werden die Farben nicht vom führenden System vorgegeben, so werden Standardfarben von Stylo gezogen, die in der Konfiguration des Programms hinterlegt worden sind.
Wählen Sie eine Farbe aus der Liste, werden die Farbwerte auf das gewählte Objekt oder den Text übernommen. Es gibt keine Referenz auf den Namen, was bedeutet, wenn sich die Werte für die Paletten-Einträge ändern, so hat das keinen Einfluss auf die Objekte, denen ein Farbwert aus der Palette zugewiesen wurde. Die Palette ist so gesehen, kein Farbkatalog.
Eine Einschränkung auf Farben mit bestimmten Namen ist mit Hilfe des Filters möglich.
Die Auswahl für Schwarz, Weiß und Transparent ist immer gegeben.
CMYK/RGB
Abhängig vom in der Anzeige gewählten Farbmodell, wird den Anwendern die Regler für die Farbmischung angezeigt. Die Werte können über die Eingabefelder neben den Reglern auch direkt eingegeben werden.
🙋🏼♀️ Wofür steht CMYK?
CMYK steht für die vier Farbtinten, die im professionellen Druckprozess verwendet werden: Cyan, Magenta, Yellow und Key (Schwarz). Diese Buchstaben repräsentieren die Farben Hellblau, Pink, Gelb und Schwarz.
Im Druckvorgang werden diese vier Farben in verschiedenen Kombinationen und Mengen übereinander gedruckt, um eine große Bandbreite an Farben zu erzeugen. Man kann sich das wie beim Mischen von Farben vorstellen: Durch das Überlagern und Kombinieren der Grundfarben entstehen neue Farbtöne.
Der Grund, warum Schwarz als "Key" bezeichnet wird, liegt darin, dass es die Hauptfarbe ist, die verwendet wird, um Kontraste zu erzeugen und feine Details in Bildern hervorzuheben. Wenn man nur Cyan, Magenta und Gelb mischen würde, bekäme man kein kräftiges Schwarz, sondern eher dunkle Brauntöne, daher fügt man Schwarz separat hinzu.
Für den Druckprozess ist CMYK von entscheidender Bedeutung, weil diese Methode es ermöglicht, farbenfrohe und detaillierte Druckergebnisse auf Papier und anderen Materialien zu erzeugen. Es ist der Standard in der Druckindustrie, besonders für alles, was in Mengen produziert wird, wie Zeitschriften, Poster und Verpackungen.
🙋🏼♀️ Wofür steht RGB?
RGB steht für "Rot, Grün, Blau" und ist ein Farbraum, der zur Darstellung von Farben auf Bildschirmen wie Fernsehern, Computern und Smartphones verwendet wird. In diesem Farbsystem werden Farben durch die Kombination von unterschiedlich intensivem Licht in den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau erzeugt. Beispielsweise ergeben höhere Intensitäten dieser Farben Weiß, während das Fehlen von Licht Schwarz ergibt.
Für den Druckprozess ist RGB nicht ideal, da Drucker mit dem CMYK-Farbraum arbeiten, der aus den Farben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (Key) besteht. Diese Farben werden durch das Mischen von Pigmenten auf Papier erzeugt, anders als das Mischen von Licht wie im RGB-System.
Ein Bild, das in RGB erstellt oder angezeigt wird, muss in CMYK umgewandelt werden, um gedruckt zu werden. Diese Umwandlung kann dazu führen, dass die Farben auf dem gedruckten Material anders aussehen als auf einem Bildschirm, da einige leuchtende Farben im RGB-Spektrum im CMYK-Druck nicht genau wiedergegeben werden können.
HTML-Notation
In diesem Abschnitt des Farbdialoges können Sie die aktuelle Farbe als HTML-Farbe ablesen. Die Darstellung erfolgt sowohl in der RGB-Notation wie auch in CMYK.
Eigene Farben
Sie können Farben, die Sie häufiger verwenden, in der Ablage „Eigene Farben“ ablegen. Die abgelegten Farben haben keinen Bezug zu dem Dokument, an dem gearbeitet wird – sondern hängen an dem Profil (Browser, Rechner), mit dem Sie gerade arbeiten.
+: Mit dem Symbol können Sie die aktuell gewählte Farbe zu der Liste hinzufügen. Ist die Liste schon vollständig gefüllt, wird der letzte Eintrag gelöscht.
Löschen: Wird über das Kontext-Menü aufgerufen. Die gewählte Farbe wird gelöscht.
Ändern: Wird über das Kontext-Menü aufgerufen. Die gewählte Farbe wird mit dem aktuellen Farbeintrag überschrieben.
Tonwert
Über den Tonwert bestimmen Sie die Deckung einer Farbe – der Hintergrund wird mit der Bestimmung des Wertes nicht sichtbar. Wenn Sie dies erreichen wollen, nutzen Sie den Regler für den Wert "Transparenz".
Im folgenden Beispiel sehen Sie von links nach rechts Objekte mit einem Tonwert von 100%, 70% und 40%.
Der Tonwert kann von Ihnen durch Eingabe eines Wertes zwischen 0 und 100 für eine Hintergrundfarbe, eine Rahmenfarbe und eine Schriftfarbe festgelegt werden. Bei der Auswahl einer neuen Farbe aus einer Farbpalette oder durch Vorgabe der Farbparameter z.B. mithilfe der Schieberegler wird der Tonwert jeweils auf den Standardwert 100 vorbesetzt.
Transparenz (Alpha-Wert)
Mit diesem Schieberegler kann die Deckkraft des Objektes beeinflusst werden. Hinter dem Objekt liegende Objekte werden, je nach Stärke des Transparenzwertes (der auch Alpha-Wert genannt wird), durchscheinen.
Im folgenden Beispiel sehen Sie von links nach Rechts Objekte mit einem Transparenzwert von 100%, 70% und 40%.
Auf den Rahmen eines Objektes hat der Schieberegler keinen Einfluss und ist deshalb bei diesen deaktiviert. Bei der Selektion von Objekten, denen keine Transparenz zugeordnet werden kann, ist der Regler und das Wertefeld ausgegraut.
Verläufe
Ein Farbverlauf ist eine Gestaltungstechnik, bei der eine Farbe sanft in eine andere übergeht. Stellen Sie sich vor, Sie haben zwei Farben, zum Beispiel Blau und Gelb. Ein Farbverlauf würde dann die Zwischenfarben, wie Grün oder verschiedene Blau- und Gelbtöne, beinhalten, die dafür sorgen, dass der Übergang von Blau nach Gelb glatt und stufenlos erscheint. Es ist wie ein Regenbogen, der sich aus einer Farbe in eine andere verwandelt, und wird oft verwendet, um Designs lebendiger und interessanter zu machen.
Für Grafikobjekte (mit Ausnahme von Bildern) lassen sich Farbverläufe anwenden. An dieser Stelle haben Sie nur die Möglichkeit aus bestehenden Farbverläufen zu wählen. Das Anlegen erfolgt über den Farbverlauf-Katalog und dort können Sie auch in der Zusammensetzung geändert werden. Die Farbverläufe, die in dem Katalog angezeigt werden, werden üblicherweise vorab in der Vorlage festgelegt.
Auf Verläufe können keine Tonwert-Änderungen oder Transparenzen innerhalb des Farbdialoges angewendet werden.
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